Fitness – Saisonal oder Lifestyle?

Hallo meine Lieben,

damit ich euch nicht im Stich lasse und trotz des ganzen Stresses zwischendurch mal etwas sinnvolles poste, heute wieder ein etwas längerer Blogpost.
Dieses Mal geht es um das Thema „Diät, Massephase – On-, Offseason“ und alles drum herum.

Immer wieder sehe ich in sozialen Netzwerken Sprüche wie „Endlich wieder Offseason“. Meist wird der Spruch ca. ein bis zwei Tage nach dem letzten Wettkampf gepostet. Da liegt auch schon der erste Fehler, denn der erfahrene Athlet weiß, nach dem Wettkampf beginnt erst die richtige Herausforderung. Ausdiäten! Ein Wort, welches vielen Athleten leider fremd ist und doch ist es doch so ein wichtiger Punkt.
In jeder Sportart ist es so, dass ein Wettkampf praktisch aus drei Phasen besteht d.h., dass man langsam anfängt, dann das Tempo anzieht und Höchstleistung, bis zum Wettkampf, erbringt. Der dritte und letzte Teil ist die Entspannungsphase. Hier sollte nicht auf Training etc. verzichtet werden, sondern sich langsam von der Höchstleistung abgewöhnt werden.
Im Bodybuilding nennt man diese „Erholungsphase“ ausdiäten. Das Ganze dauert im Normalfall so seine 6 bis 8 Wochen minimal und sorgt dafür, dass der Körper sich wieder an mehr kcal gewöhnt und somit nicht direkt Fett ansetzt. Natürlich hat das ganze auch noch andere Auswirkungen auf Wasserhaushalt, Stoffwechsel etc. Darauf will ich aber gar nicht weiter eingehen.
Fakt ist leider, dass viele Athleten bewusst oder auch unbewusst auf das Ausdiäten verzichten und tatsächlich, wie bereits bei Instagram gepostet, nach ein bis zwei Tagen schon wieder anfangen ihren Körper mit kcal zu überfluten. Dementsprechend schnell werden solche Leute dann auch Fett. Ausreden wie „Das ist nur Wasser und geht wieder raus“ helfen dann auch nicht ,mehr.
Die erste Regel nach dem Wettkampf ist also: Sei schlau. Diäte aus!
Soweit zu dem ersten Punkt dieses Themenblocks. In den zweiten werde ich meine eigene Meinung aufgreifen und das generelle Ernährungsverhalten, über das Jahr gesehen, ansprechen.
Wie oben schon beschrieben besteht das Leben eines Athleten, im Generellen, aus zwei maßgebenden Phasen – Diät & Offseason. Leider setzen viele Athleten die Wörter Offseason und Massephase gleich, was absoluter Schwachsinn ist. Natürlich geht es im Wettkampfsport darum am Tag X perfekt auszusehen, daher muss man nicht das ganze Jahr über gut aussehen, aber es gibt trotz dessen mehr als eine Hand voll Gründe, sich nicht zu viele Kilos anzueignen.
Angefangen mit der Gesundheit. Man sollte doch als Ziel nicht nur Tag X haben, auch die permanente Gesundheit. Natürlich ist Wettkampfsport nicht immer unbedingt gesund, aber wenn man nicht grad auf Diät ist, hat man die Wahl zwischen Gesundheit und hohem Cholesterin, also wieso entscheidet man sich dann gegen sich selbst? Ich denke man muss gar nicht viel dazu sagen, warum es ungesund ist sich Gewicht „anzufressen“. Der Wechsel zwischen abgemagert und überfettet ist keines Wegs gesund für deinen Körper und das sollte man wissen. Allein was das Herz in den Monaten nach dem Wettkampf mitmacht, wenn man von viel Sport und guter Ernährung auf wenig Sport, vor allem kein Cardio, und schlechte Ernährung umstellt, ist unglaublich!
Ein weiterer Punkt, der eher die Frauen anspricht, ist natürlich die Haut. Was sagt euer Bindegewebe zu dem ständigen Wechsel der körperlichen Beschaffenheit. Ein Unterschied von 10 oder sogar 15 Kilo ist eine absolute Katastrophe für die Haut. Sie dehnt sich aus, sie zieht sich zusammen und leidet somit permanent. Wobei man noch sagen muss, dass das zusammenziehen deutlich länger dauert, was beim nächsten Wettkampf Nachteile haben könnte. Und das ausdehnen lässt sich übrigens auch nicht kontrollieren, was heißt man kann sich praktisch schon auf Dehnungsstreifen einstellen, wenn man nicht auf sich achtet. Nicht schön, stimmts?
Weiter geht es mit de Psyche. Es gibt immer Leute die sich wohlfühlen, egal ob sie momentan in Form sind oder nicht, aber das ist bei weitem nicht der Normalfall. Vor allem nach dem ersten Wettkampf kann es nicht zu langsam, zu Depressionen kommen. Hört sich komisch an, ist aber bei kurzem Bedenken doch sehr schlüssig. Man macht Diät, erreicht die Form seines Lebens, verbringt einige Wochen so und sobald der Wettkampf vorbei ist, wird angefangen zu essen. Wenn man sich nicht kontrolliert hat man so die Kilos ganz schnell wieder drauf. Das heißt man wechselt innerhalb kürzester Zeit von Traumfigur zu seiner Ausgangssituation vor der Diät, wenn nicht noch schlimmer. Man hat sich aber angefangen an seinen Körper zu gewöhnen und sich wohler zu fühlen als zuvor. Wenn dann auf einmal alles wieder weg ist, schwindet auch schnell das neu gewonnene Selbstbewusstsein und es kommt zu Trauer bzw. Depressionen.

Genug Fakten? Okay, dann jetzt meine Meinung dazu!
Ich für meinen Teil bevorzuge keine der beiden Phase und einen Mittelweg gibt es an sich auch nicht. Fitness, auch der Wettkampfsport dahinter, ist ein Sport, in dem man permanent an sich arbeitet. Es sollte keine großartige Diät geben. Und eine Massephase sollte auch nicht existieren.
Natürlich unterscheidet man zwischen Offseason und Diät, aber das auch nur um zu wissen wann es ernst wird und wann man auch mal ein Tag aus der Rolle fallen darf. Offseason im wesentlichen bedeutet für mich Muskeln aufbauen und hier und da mal einen Cheatday, aber keines Falls Fettpolster ansetzen. Dazu muss ich natürlich gestehen, dass ich einen guten Stoffwechsel habe und theoretisch des öfteren etwas ungesundes essen könnte. Trotzdem esse ich meist gesund, da es mich fit hält und ich mich so wohl fühle. Ich bleibe in Form und brauche somit auch keine Radikaldiät. Für meinen anstehenden Wettkampf sind grad mal acht Wochen Diät vorgesehen und das liegt nicht an meinem Stoffwechsel, sondern an meinem Lifestyle. Das ist das was Fitness ist. Ein Lifestyle! Denn gesunde Ernährung, Sport, Cardio und und und sind keine saisonal bedingten Teile des Lebens, sondern ein fester Bestandteil des Alltags eines richtigen Athleten.
Ausnahmen davon gibt es aber auch. Natürlich gibt es eine Vielzahl von Gründen, wieso man plötzlich zunehmen könnte und ich würde mir niemals anmaßen jemand für Gewichtszunahme zur Rechenschaft zu ziehen! Ich habe das ganze auch schon durch. Vor 18 Monaten habe ich Lukas kennen gelernt und ihr glaubt gar nicht wie dick wir waren. Wir haben uns beide deutlich über 10 Kilo angeeignet, aber es hat uns auch nicht gestört. Junge Liebe fordert halt manchmal die Vernachlässigung von Sport und gesunder Ernährung. Aber das war eine einmalige Sache und nach ein paar Wochen hatte ich mich auch wieder gefangen. Die Auswirkungen der schnellen Gewichtszunahme habe ich damals deutlich zu spüren bekommen und ich weiß nun eindeutig, dass ich mir etwas derartiges nicht mehr freiwillig antun werde!

Das ganze hört sich vielleicht etwas streng an, aber ich hoffe ihr wisst, dass ich das ganze nur konstruktiv meine und ich davor warnen will Fehler zu begehen, die schon hunderte andere Sportler/Menschen begangen haben.
Lebe Fitness als Lifestyle und nicht saisonal!
Liebe deinen Körper und behandle ihn dementsprechend, sprich nimm nicht unnötig viel Gewicht zu, wenn es auch anders geht.

Das war es für heute auch schon wieder. Ich gehe jetzt noch mit dem Hund raus und dann wird weiter an den Plänen meiner Kundinnen gearbeitet.

ich wünsche euch noch einen schönen Abend.

Eure Dilara ❤

Ein Gedanke zu “Fitness – Saisonal oder Lifestyle?

  1. Toll geschrieben! Es kann so viel Spass machen gesund zu kochen und abwechslungsreich zu essen, und wenn man ab und zu was Süßes einbaut oder eben Pizza dann geht die Welt auch nicht unter! Die Balance machts 😉

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