Orlando – Von ganz unten nach ganz oben

Hey meine lieben,

heute komme ich endlich mal wieder dazu einen Blogpost zu verfassen. Leider beginnt momentan jeder meiner Post mit diesem Satz, aber zwischen Arbeit, Freund, Hund und Wettkampf ist nun mal leider kein Platz mehr für die Autorentätigkeit.
Jedenfalls wollte ich euch heute von meiner Reise nach Orlando erzählen. Ich fange ganz von vorne an und versuche euch die ganzen Höhen und Tiefen dieses Urlaubs näher zubringen.
Meine Reise begann am Dienstag Morgen. Dazu muss man sagen, dass bis zu diesem Zeitpunkt schon einige Tränen geflossen sind, denn, durch einen kommunikativen Fehler, wurde mein Flug für Montag statt Dienstag gebucht. Zum Glück war die Fluggesellschaft ziemlich kulant, sodass ich die Buchung stornieren und für Dienstag neu tätigen konnte. Bis es soweit war, lagen meine Nerven aller Dings schon blank.
Zurück zum Dienstag. Ich stand um fünf Uhr auf, um pünktlich in Frankfurt am Flughafen anzukommen. Glücklicherweise war meine Mitfahrgelegenheit sehr nett und hat mich direkt am Flughafen abgesetzt, was mir eine Reise quer durch den Frankfurter Morgenverkehr erspart hat.
Am Flughafen angekommen fand ich mich schnell zurecht. Ich ging sofort zum Schalter, checkte ein und kurz danach ging dann auch schon der Flieger. Von Frankfurt nach New York, wo ich leider einen dreistündigen Zwischenstopp einlegen musste. Eigentlich wollte ich die Zeit nutzen und wenigstens etwas von New York sehen, aber das klappte nicht ganz, da ich nicht von dem Flughafen, an dem ich mich befand, weiterflog, sondern von einem Anderen, zu welchem ich erstmal hinkommen musste. Ich weiß nicht mehr so recht, wie genau ich es geschafft habe den anderen Flughafen zu finden, aber irgendwie hat es dann wohl geklappt. Dazu kam, dass bis man in NY sein Gepäck, aus- und in den neuen Fliegen eingecheckt hat, schon eine Stunde Stunden vergeht, weshalb ich letzten Endes einfach nur noch eine Stunde am anderen Flughafen rumsaß und wartete, bis das Boarding für meinen Anschlussflug nach Orlando begann.
Auch der Flug nach Orlando verlief reibungslos. Am Flughafen angekommen, wartete ich auf mein Gepäck und nahm anschließend ein Taxi zu meinem Hotel. Nach einer knapp 15 -stündigen Reise wollte ich eigentlich nur noch in mein Bett fallen und schlafen. Ich stand vor dem Hotel und von Außen machte es noch einen guten Eindruck. Die Leute an der Rezeption waren auch sehr freundlich, aber als ich dann in meinem Zimmer war begann der Horror. Es herrschte ein Raumklima, welches ethisch nicht vertretbar ist. Gefühlte 40 Grad Raumtemperatur und eine Luftfeuchtigkeit, die durch die Decke ging.
Dazu kam ein beißender Geruch, welcher meiner Meinung nach von ziemlich ätzenden Putzmitteln kam, aber natürlich auch alles andere sein könnte. Es war unerträglich! Keine fünf Minuten später verließ ich also mein Zimmer, suchte die Rezeption auf und bat um ein neues Zimmer. Die Servicekraft war nett und wies mir sofort ein neues Zimmer zu. Dort angekommen fand ich direkt neue Freunde – Kakerlaken, und davon nicht nur eine. Also noch einmal zum Service, aber dieses mal gab es kein neues Zimmer. Ich versuchte mich damit abzufinden, aber mein Ekel stieg mit der Zeit immer weiter an. Umso mehr ich vom Zimmer sah, desto mehr wollte ich einfach nur noch weg! Dazu kamen diverse Männer die im Flur vor meiner Tür campierten und Drogen konsumierten. Es waren leider auch keine netten Hippies, sondern eher die düstere Variante von Mensch. Es war also nicht nur ekelhaft, sondern auch beängstigend und für eine Frau sicherlich eine der schlimmsten Situationen, die man sich erdenken könnte. Allein in den USA, Nacht, Drogenabhängige vor der Tür….. Horror! Das einzig gute war, dass ich endlich wieder Internet hatte und meinem Mann schreiben konnte. Auch hier gab es ein Problem. Natürlich habe ich vergessen, dass die Steckdosen in den Staaten anders sind und ich mein Handy nicht mit meinem normalen Stecker laden kann. Zum Glück hatte der Fernseher einen USB-Port, sodass ich mein Handy dort wenigstens minimal laden konnte.
Nun war die Aufgabe die Nacht zu überleben und danach ein neues Hotel zu organisieren. Ich habe in der gleichen Nacht noch alles meinem Mann erzählt. natürlich hat er sich Sorgen gemacht und sich sofort um alles gekümmert. Selbst mit einem Ozean, tausenden Kilometern und 6 Stunden Zeitdifferenz zwischen uns hat er sich noch, wie kein anderer, um mich gekümmert. Er rat mir mich gut einzuschließen und erstmal zu schlafen, was ich darauf hin auch tat. Als Ich am nächsten Morgen aufwachte hatte ich schon diverse Nachrichten von ihm. Glücklicherweise hat er sich mit meiner guten Freundin Candan und meinen Partnern von Gymqueen zusammen getan und ein neues Hotel organisiert. Hört sich leichter an als getan, denn ein gutes Hotel, schon für den nächsten Tag, zu finden und das ohne Geld, eine Kreditkarte oder Ähnliches, muss man erstmal schaffen. Jedenfalls haben die drei es geschafft und dafür bin ich auch jetzt noch unendlich dankbar. Ich weiß wirklich nicht, ob ich noch 6 Nächte in diesem Hotel überlebt hätte.
Mein Problem war also gelöst. Am Nachmittag checkte ich in mein neues Hotel ein, was gleichzeitig das Hotel war, wo der Wettkampf stattfand. Es war wirklich super dort. Das Zimmer war ein Traum und ich verstand mich super mit dem Personal. Mit dem Manager und dem Zimmermädchen habe ich  immer noch via Facebook Kontakt. Wirklich herzliche Menschen, die mir beim weiteren Verlauf meines Aufenthalts sehr geholfen haben.
Da ich jetzt endlich wirklich angekommen war, konnte ich mich wieder meinem wirklichen Ziel, dem Wettkampf, widmen. Es ging also erstmal Einkaufen und dann ab zum Sport. Auf dem Weg zum Einkauf habe ich auch etwas die Stadt erkunden können. Der Bezirk hieß Downtown und ich weiß nicht, ob es überall in Amerika so ist, aber ich muss sagen ich habe noch nie so offene, hilfsbereite und einfach nur so liebenswürdige Menschen getroffen. Alle waren gut drauf, haben Späße gemacht und es war wirklich einfach nur angenehm, als Tourist so positiv aufgenommen zu werden. Dazu muss man sagen, dass Amerikaner, warum auch immer, Deutsch lieben. Seltsam, aber gut für mich. Im Supermarkt angekommen, war ich erst einmal baff. Ich habe in meinem ganzen Leben noch nicht so eine Auswahl an Lebensmitteln gesehen. Natürlich auch viel Fastfood, Chips, etc., aber auch die gesunden Sachen. Wie viele Superfoods die Geschäfte führen und diese Vielfalt an Produkten. Wow! Es gab allein, bestimmt, 20 verschiedene Sorten Mandelmilch. Ein Traum für jeden Liebhaber von gutem Essen!
Zurück im Hotel ging es dann, nach einer kleinen Mahlzeit, direkt zum Sport. Das Fitnesstudio des Hotels war ganz okay. Nichts was wirklich begeistert, aber für die letzten vier Trainingseinheiten vor dem Wettkampf völlig ausreichend, da man dort eh nicht übertreibt und sich etwas schont. Nach dem Training wurde dann erstmal Schlaf nachgeholt. Ich muss gestehen ich habe in den sieben Tagen meines Aufenthalts meinen Jetlag nicht überwinden können, sodass ich meist spät ins Bett ging und es dementsprechend früh wieder verlassen habe. Vier Stunden Schlaf pro tag waren das Maximum.
Die nächsten Tage bis zum Freitag, dem tag vor dem Wettkampf, waren dann ziemlich unspektakulär. Die meiste Zeit schonte ich mich, da ich von meiner Diät ziemlich erledigt war. Ich ging Einkaufen, erkundete etwas die Stadt und erledigte meine Trainingseinheiten.
Als es dann endlich Freitag war und ich in der Schlange für die Registrierung stand, wurde ich so langsam nervös. Normal bin ich eher eine gelassene Person, was Bühnenauftritte angeht, aber so weit weg von Zuhause und dann noch alles auf Englisch. Das gab mir schon etwas zu schaffen, aber die Registrierung verlief dann eigentlich ziemlich entspannt, da die Leute dort, zu meinem Glück, auch gebrochenes Englisch verstehen.
Nach der Registrierung gab es dann eine Art Kennenlerntreffen der Athleten, Juroren und Veranstaltern. Dort wurde alles für den nächsten Tag erklärt und wir wurden uns vorgestellt. Ich habe zum Glück das meiste verstanden und mich dann sogar mit den meisten Damen anfreunden können. Danach ging es dann noch zum Tanning. Und man muss sagen der Tanning-Service dort ist echt super. Es ist zwar teuer, aber man muss nicht mehrere Schichten machen, sich in irgendwelchen halb erotischen Postionen hinstellen oder sonstiges. Hört sich so ausgeschrieben etwas komisch an, aber wer das normale Anmalen kennt, der würde sich über das WBFF-Tanning freuen! Anschließend bin ich dann sofort ins Bett, habe noch etwas Zeit am Handy verbracht und bin dann schlafen gegangen.
Am nächsten Tag war es endlich soweit, Wettkampftag! Der Tag auf den ich monatelang hingearbeitet habe. Dieser Tag würde über so vieles entscheiden. Es begann wie immer am Wettkampftag, alles ziemlich stressig. Enthaaren, Duschen, Peelen…. Das komplette Programm musste erledigt werden, bevor es dann in die Maske ging. Backstage war es super. Der Wettkampf fand natürlich nicht direkt im Hotel statt, sondern in einer Konzerthalle daneben. Backstage war sooooo viel Platz! Das beste war, dass Männer und Frauen separiert untergebracht waren, sprich Männer in der ersten Etage und Frauen im Erdgeschoss. So ist das ganze einfach viel entspannter als zusammen. Um 12 bekam ich dann mein Makeup und die Haare gestylt.
Meine Makeup Artistin war eine wahre Künstlerin. Sie hat angefangen, ewig rumgepinselt und, als alles vorbei war, sah ich so schön aus wie noch nie. Alle waren begeistert. Begeistert, nicht nur vom MakeUp, sondern komischerweise auch von mir. Meine Kosmetikerin hat auf ein mal ihre Partnerinnen gerufen und auf meine markanten Gesichtszüge hingewiesen. Das was in Deutschland immer wieder an mir kritisiert wird, ist in Amerika wohl ziemlich beliebt und eine Art Schönheitssymbol. Sie meinten ich würde aussehen wie ein Victoria Secret Angel. Das war für mich, so kurz vor der Show, natürlich nochmal ein extrem guter Ego- und Motivationspush! Nachdem dann auch noch die Haare fertig waren, begann die Show schon fast.
Nur wenige Stunden später wurde es dann ernst. Der Wettkampf begann. Die anderen Damen und ich warteten Backstage gespannt auf unseren Auftritt. Die Stimmung war, trotz Nervosität, ziemlich locker und entspannt, da wir uns zum Teil ziemlich verquatscht haben.
Dann war es soweit. Wir Mädels waren dran. Eine nach der Anderen wurde namentlich auf die Bühne gerufen. Wer aufgerufen wurde betrat die Bühne und zog seine Show durch. Wir hatten dafür jeder einen T-Walk lang Zeit und während wir uns präsentiert haben, hat der Moderator unsere Person vorgestellt. Ich fand es wirklich schön, dass man bei der WBFF tatsächlich als ganzer Mensch vorgestellt wird und nicht nur als Körper, sodass wirklich jeder im Raum nach 2 Minuten wusste wer ich bin, woher ich komme und warum ich dort war. Aber auch ansonsten war in dem Saal eine unglaubliche Stimmung. Die ganze Show war einfach nur pompös und glamourös. Wir sahen wirklich alle fantastisch aus, die Bühne war riesig und das Publikum war unglaublich laut und am mitfiebern, wirklich so, wie es auf einem Wettkampf sein sollte.
Die erste Runde war die Bikini-Runde. Ihr wisst ja wie überzeugt ich von meinem Bikini war und dementsprechend habe ich auch dort wirklich keinen anderen Bikini gefunden, welchen ich schöner gefunden habe. Ich ging also sehr selbstbewusst raus auf die Bühne, zog meine Posen perfekt durch, erntete meinen Applaus und verließ die Bühne wieder.
Danach wurde sofort umgestylt, denn Runde 2, Abendgarderobe, wartete noch auf mich. Hier war ich mir aller Dings nicht so sicher, wie in der Runde davor, da ich zu viel abgenommen hatte, sodass mein Kleid nicht komplett richtig saß. Bevor es dieses mal rausging habe ich mir meine Konkurretinnen nochmal angeschaut und dort war auch eine Dame, welche einfach wunderschön war. Sie und ihr Kleid waren einfach bezaubernd und plötzlich glaubte ich nicht mehr an den ersten Platz. Ich dachte echt sie würde mich jetzt schlagen, aber was konnte ich schon tun, ausser natürlich trotzdem mein Bestes zu geben. Ich ging also raus auf die Bühne, tat mein Bestes und hoffte einfach nur.
Kurz darauf wurden wir schon wieder auf die Bühne gerufen. Die Ergebnisse standen fest. So nervös wie noch nie, betrat ich die Bühne. Die Preise wurden vergeben und eine Dame nach der Anderen wurde nach vorn gebeten. Erst als ich als letzte nach vorne trat und meinen Pokal überreicht bekommen habe, realisierte ich, dass ich die Gewinnerin war. Unglaublich! Ich, als Deutsche bzw Türkin in den USA, gewann die Show und erarbeitete mir somit meinen Pro Titel. Was für ein surrealer Moment, in dem ich mich befand. Meine Emotionen explodierten und ich wusste gar nicht so recht wie ich reagieren sollte. Natürlich floss die ein oder andere Freudenträne! Zurück Backstage, nachdem die anderen mir gratuliert haben, bin ich sofort zurück an mein Handy um meinem Mann und allen Anderen die Neuigkeiten zu erzählen. So richtig realisiert hatte ich es aber immer noch nicht.
Kurz darauf, nach der Show, kamen ein paar Damen auf mich zu und sprachen mich an. Es waren die anwesenden WBFF Pro Athleten, welche mich auf ein Essen eingeladen haben, um mit mir mein Sieg zu feiern. Eine super Geste, da nach dem Wettkampf essen nunmal dazugehört und ich vor Ort ja leider keine Angehörigen hatte, die mit mir hätten gehen können. Wir gingen also in ein Lokal um Pizza zu essen. Aber was für Pizzen das waren. Riesig und sehr lecker, nicht vergleichbar mit den deutschen. Dazu gab es noch eine Getränkeflat. Die anderen Damen haben das natürlich genutzt und ordentlich Wein und Sekt getrunken, aber da Alkohol nicht so mein Ding ist, habe ich dann doch eher zur Cola gegriffen. Das Ganze ging so drei Stunden, bis wir dann wieder zurück ins Hotel sind und jeweils auf unsere Zimmer, um zu schlafen.
Am nächsten Tag hieß es dann Sightseeing! Da ich die tage vor dem Wettkampf kaum draußen war hatte ich einiges nachzuholen. Ich verbrachte quasi den ganzen Tag draußen, besuchte ein paar Sehenswürdigkeiten und ging nochmal ordentlich shoppen. Andere Menschen gehen in Amerika in Outlets und kaufen haufenweise Markensachen ein. Ich nicht! Für mich hieß es auf zum Süßwarenladen. Chips und vor Allem haufenweise Schkolade landeten in meinen Taschen. Türken sind hungrige Menschen und Lukas sowieso, von daher konnte ich natürlich nicht ohne Essen nach Hause kommen. Es ging soweit, dass ich mir noch einen zweiten Koffer zulegen musste. Ich will einfach nicht wissen wie viel Kilo es waren. Definitiv zu viel!
Wieder zurück im Hotel war es dann auch leider schon Zeit die Koffer zu packen, denn am nächsten Mittag sollte auch schon mein Flug zurück Richtung Deutschland gehen. Der Rest vom Tag ging dann auch ziemlich schnell um und der Rückflug rückte näher.
Am nächsten Morgen hieß es dann Auschecken. Ich verabschiedete mich von meinen neu gewonnenen Freunden, dem Manager und dem Zimmermädchen und verließ anschließend das Hotel Richtung Flughafen. Dort angekommen wurde das Ganze wieder etwas komplizierter. Und das ist noch nett ausgedrückt! Genau wie schon auf dem Hinweg sollte mein Flug über New York und dann bis Frankfurt gehen. Dies sollte er aller Dings nur. Dank einem heftigen unwetter kam mein Flieger ungefähr drei Stunden zuspät, sodass ich zu dieser Zeit schon fünf Stunden gewartet hatte. Nun sollte das Boarding losgehen, was aber dann auch nicht klappte. Wegen genau dem gleichen Unwetter, was noch stärker wurde war es nun zu riskant zu fliegen. Das hieß für mich warten und das nicht zu kurz. Ich wartete also nochmal ein paar Stunden bis dann mein Flug nach New York ging. Dort angekommen hab ich meinen Anschlussflieger natürlich nicht bekommen. Wie auch, wenn der erste mit einem gefühlten halben Tag Verspätung abfliegt. Also hieß es ein weiteres Mal warten. Dieses mal aber extrem., denn mein nächster Flug ging erst am nächsten Abend. Man sollte nun vermuten, dass die Fluggesellschaft an dieser Stelle ein Hotel stellt, haben sie aber nicht, was für mich eine Nacht am Flughafen hieß, was wiederum hieß, dass ich schlafen erstmal vergessen kann. Schlafen wäre zwar möglich, da ich eh auf einer Bank lag, aber wer in New York am Flughafen allein einschläft, kann seinen Pass und Co. quasi auch vorher verschenken.
Ungefähr 24 Stunden, 10 Kaffee, 6 Brezeln und ein paar Besuchen bei Dunkin Donuts ging dann endlich mein Flug zurück. Aber halt! Natürlich nicht ofort nach Deutschland. Da meine Fluggesellschaft so kompetent war haben sie mir nochmal eine Zwischenstopp in Amsterdam verbucht. Dieser verlief aber, Gott sei Dank, ohne Probleme, Verspätungen oder sonstige Probleme, sodass ich sofort im Anschluss weiter nach Frankfurt fliegen konnte.
Dort angekommen gab es sofort das nächste Problem, meine Koffer. Natürlich waren sie weg, jedenfalls für den ersten Moment. Über eine Stunde habe ich auf sie warten müssen. Lukas war in er Zeit schon bei McDonalds, weil es ihm zu lang gedauert hat. Als sie dann da waren durfte ich feststellen, dass meine Koffer kaputt waren. Sie waren aufgerissen und dann mit braunem Klebeband wieder, wenigstens ein wenig, verschlossen worden. Natürlich fehlte auch Inhalt.
Alles in einem ziemlich gestresst und wütend konnte ich dann endlich aus dem Sicherheitsbreich raus, wo mein Mann mich schon erwartete. In dem Moment war ich zwar immer noch schlecht drauf, aber ihn wieder zu sehen hat mich glücklich gemacht. Jeder der einen Partner hat wird das verstehen. Wenn man seinen Partner nach einer Woche wiedersieht dann sind die Emotionen für ihn einfach größer als die Wut auf andere Dinge. Zum Glück konnte er mich relativ erfolgreich ablenken bis wir im Auto waren. Sobald wir dann auf der Autobahn Richtung Kassel waren bin auch ausch schon eingschlafen. Ich bin aller Dings schnell wieder aufgewacht, da Lukas eine Vollbremsung mit um die 150 km/h hingelegt hat. Bis nach Hause hat es dann nochmal ca. drei Stunden gedauert. Dort hat mich schon mein Cousin erwartet. Wir haben gequatscht, die Männer haben Bier getrunken und ich habe Süßigkeiten verteilt.
Als dann endlich Ruhe einkehrte hieß es für meinen Mann und mich nur noch ins Bett, Netflix, kuscheln und schlafen. Wir waren beide so fertig.  Ich natürlich mehr als er, aber es war für uns beide ein langer Tag.
Mein abschließendes Fazit zu der Reise ist, trotz den ganzen Unannehmlichkeiten wirklich positiv. Ich möchte defintiv nochmal in die USA und auch nochmal nach Orlando, da es dort wirklich unglaublich schön ist, aber ich habe auch dazu gelernt. Nächstes mal wähle ich eine andere Fluggesellschaft und werde mich vorher besser über mein Hotel informieren, damit ich von vorne rein einen schönen Aufenthalt habe und nicht im Slum schlafen muss. Zum Wettkampf muss ich denk ich nicht mehr viel sagen. Ich bin WBFF Bikini Diva Profi und ja, mehr habe ich mir von dieser Reise nicht erhofft. Der Wettkampf an sich war so schön, dass ich weiß ich werde dort definitiv noch öfters starten. Die WBFF Worlds in London würde mich eigentlich auch noch reizen, aber das ist mir etwas zu kurzfristig und ich möchte auch endlich mal wieder Zeit für mein richtiges Leben haben. Daher wird mein nächster Wettkampf wohl eher im nächsten Jahr sein.

So meine Lieben. Das war meine Reise. Ich hoffe ich konnte es ganz gut umschreiben, so dass ihr mit mir fühlen könnt 😀
Jetzt heißt es für mich ab ins Bett!

Gute Nacht und bis zum nächsten Mal.

Eure Dilara ❤

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