London – Let the show begin

Guten Abend meine Lieben,
wie ihr meinem letzten Post bei Instagram entnehmen konntet, ist heute der Abend vor meinem Wettkampf. Ich bin ziemlich aufgeregt und das ganze zerrt auch etwas an meinen Nerven, so dass ich nun versuche alle Emotionen auf diesen kleinen Blogpost zu fokussieren um gedanklich etwas abzuschalten. Im folgenden werde ich von meiner Anreise bis zum jetzigen Moment in London berichten.

Angefangen mit dem Flug. Nach dem Debakel bei meiner Reise nach Florida, hatte ich etwas bedenken, dass es dieses mal wieder Schwierigkeiten gibt, aber dieses mal lief alles super. Vielleicht, weil ich dieses Mal einen Deutschen an meiner Seite hatte. Behörden lieben Deutsche haha Jedenfalls lief alles glatt. Wir kamen schnell durch alle Kontrollen und machten es uns im Flugzeug bequem, soweit es ging. Für mich ist das etwas schwierig, da ich etwas Flugangst habe und Start und Landung mich mental leicht herausfordern, aber mit Lukas Hilfe ging auch dies super. Erst einmal in der Luft, war ich wieder sofort eingeschlafen. Was ich vom Flug mitbekommen habe war aber, bis auf wenig Turbulenzen, sehr angenehm.
In London angekommen hieß es für uns erstmal Orientierung finden, denn London war für uns total unübersichtlich. Da wir etwas ausserhalb Londons gelandet waren, hatten wir noch eine halbe Ewigkeit an Strecke vor uns. Der Taxifahrer verlangte 130 Pfund, daher haben wir uns für die Öffentlichen entschieden, wobei wir auch etwas von London sehen konnten. Wir sind einmal quer durch ganz London gedüst und der erste Eindruck, aus der Bahn heraus, war erstmal nur „Grau“. Alles schien ziemlich langweilig, ordentlich und unbelebt. Der erste Eindruck überzeugte also nicht wirklich.
Ungefähr 90 Minuten später sind wir dann auch am Hotel angekommen, schnell eingecheckt und direkt auf unser Zimmer, denn unser Tag hatte grad erst begonnen. Die WBFF Show-Registration und das anschließende Athletenmeeting standen uns bevor. Es hieß also so schnell wie möglich, so schick wie möglich auszusehen. Gesagt, getan. Eine halbe Stunde später stand der Taxifahrer vor dem Hotel. Es war etwas wie im Film, denn das Hotel hat uns kein normales Taxi bestellt. Es war ein extrem schöner Benz und der Fahrer trug Anzug. Wie ein wenig verlegene C-Promis wurden wir also zur Registration gefahren. Dort war alles sehr elegant. Die Registration fand im Ballsaal des Intercontinental Hotels statt. Man musste sich nur umsehen und wusste sofort, dass dies eine WBFF Show war. Hübsche Frauen soweit das Auge reicht. Und dies sollten meine Konkurrentinnen sein. Da wurde ich schon etwas nervös, was aber von meinem Hunger und dem Haufen restlicher Gefühle sofort im Keim erstickt wurde.
Die Registration an sich war dann relativ unspektakulär. Ich stand eine Ewigkeit an, erhielt meine Starternummer, meine Profi-Schärpe und einige Infos über den Verlauf des Events. Mein Higlight war Burak und seine Frau zu treffen, welche natürlich auch anwesend sein mussten. Wir hatten aber leider nicht viel Zeit für großartige Gespräche.
Am Abend fand dann das Athletenmeeting bzw. die Vorstellung der Athleten statt. Leider nicht ganz so toll wie ich es mir vorgestellt hatte, da es weitestgehend nur um die bisherigen Champions ging, aber das gehört wohl irgendwie schon zu der Veranstaltung dazu. Als das ganze dann vorbei war wollte ich einfach nur in mein Bett. Wir ließen uns von dem nächstgelegen Taxi zum Hotel fahren und dort angekommen sind wir dann auch ziemlich zügig versackt und eingeschlafen.
Der nächste Tag begann schon sehr früh, da wieder eine Menge geplant war. Der Medienteil des Events stand mir bevor. Das beinhaltete eine Menge Fotos, weshalb ich dementsprechend früh raus musste um mich angemessen schön zu machen. Als ich dann soweit war hieß es noch kurz im Hotel frühstücken und dann direkt weiter, wieder zurück ins Hotel Intercontinental. Dort angekommen waren schon eine Menge Menschen und Kameras dort. Erst musste ich etwas warten, was aber gar nicht schlimm war, denn wir befanden uns dort im 18. Stock, der Sky Lounge, des Hotels. Dort hatte man einen wundervollen Panorama-Ausblick über London und seine Skyline. Als es dann losging, wurden nacheinander von allen Nationen und Klassen, sprich in meinem Fall „Team Europa“ und „Bikini Diva Pros“, gemacht. Das Ganze ging um die 4 Stunden, sodass wir den restlichen Tag für uns nutzen konnten. Unser Ziel war eindeutig die Londoner Innenstadt um etwas zu shoppen. Allerdings wurden wir davor noch etwas aufgehalten, im positiven Sinne, denn wir trafen auf Burak, welcher noch mehrere Stunden im Hotel auf sein Tanning warten musste. Wir entschieden uns ihm etwas Gesellschaft zu leisten, was im Endeffekt zwei Kaffee und ungefähr zwei Stunden großartiger Gespräche bedeutete.
Nach diesen zwei Stunden brachen wir auf Richtung Stratford. Nicht direkt die Innenstadt, aber das Shoppingcenter dort war definitiv auch nicht ohne. Es hieß Westfield und war echt beeindruckend, was Auswahl an Geschäften und Größe anging. Kein herkömmliches Sightseeing, aber uns hat es gefallen.  Wir shopptena also und ließen es uns gut gehen. Für Lukas gab es haufenweise Essen und ich habe halb Primark leer gekauft. Eigentlich wollte ich nur eine Jogginghose und ein Pullover für den Wettkampf, aber eins kam zum anderen und ich denke ihr wisst wie das ist, wenn man erstmal anfängt. Nach mehreren Stunden laufen, essen und Vergnügen waren wir dann irgendwann auch wieder auf unserem Hotelzimmer. Beide absolut erledigt, weshalb wir uns noch einen Film über Netflix anschauten, wobei ich aber sofort einschlief.
Nun zum heutigen Tag. Für die Amateure begann heute schon der Wettkampf, weshalb heute für mich quasi frei war. Wir entschlossen uns etwas zu Fuß durch London zu laufen und die kleinen Teile der Stadt zu erkunden. Wir sind zum Teil an ganz komischen Orten gelandet, aber am Ende kamen wir dann doch in einer kleinen stadtteil-eigenen Innenstadt an, wo es kleine Märkte und unter anderem auch einen Herrenausstatter gab. Wir sind spaßeshalber mal rein und haben uns das Sortiment angeguckt. Anscheinend hatten wir dort einen Geheimtipp gefunden, denn wir konnten für Lukas noch einen sehr schönen Anzug ergattern, welcher nichtmals besonders viel gekostet hat.
Mittlerweile war es kurz vor Zwei und ich hatte mein Tanning Termin um Drei. Wir hatten also noch eine gute Stunde Zeit, weshalb wir uns entschlossen zu Fuß zu meinem Termin zu laufen. Im Nachhinein war dies eventuell ein Fehler, da wir eine halbe Ewigkeit gebraucht haben. Wir waren zwar noch pünktlich, aber auch nur grad so und dazu kam noch die heiße Sonne. Anderseits ist es auch immer schön die Stadt zu Fuß zu erkunden. Erst ging es durch ein Industriegebiet, was natürlich nicht so schön war, aber es ging auch durch kleine süße Orte und ein langes Stück an der Themse entlang was wiederum sehr schön war. Vielleicht also auch doch kein Fehler.
Im Hotel angekommen ging das Tanning ziemlich schnell. Innherhalb von Fünf Minuten war ich wettkampfmässig Braun angesprüht. Da uns von dem ganzen Laufen mittlerweile die Füße weh taten, entschlossen wir uns für den direkt Weg zurück in unser Hotel und ein langes Mittagsschläfchen. Seitdem wir nun wieder wach sind treffen wir eigentlich die ganze Zeit nur Vorkehrungen für den morgigen Tag und schauen uns die Amateur Show auf Facebook an. Und natürlich schreibe ich auch diesen Post hier.

Nun, bevor ich den Laptop zur Seite lege, noch ein wenig zu der momentanen Situation.
So langsam werde ich immer aufgeregter. Ich mache mir Gedanken über meine Konkurrenz und den Wettkampf an sich. Als wir im Hotel Intercontinental waren, habe ich die O2 Arena gesehen und ich muss sagen, bei so einer riesigen Location kriege sogar ich etwas Lampenfieber. Ich hoffe das ganze legt sich im weiteren Verlauf des Abends und morgen früh noch etwas, damit ich auf der Bühne wie immer selbstbewusst auftreten kann. Ihr kennt mich. Ich bin eine Powerfrau, aber auch eine Powerfrau empfindet Ehrfurcht gegenüber so mancher Herausforderung. Ich kann es immer noch nicht so richtig fassen, dass ich mich morgen auf der Weltmeisterschaft der WBFF präsentieren werde.
Ich will auch gar nicht großartig mehr schreiben. Für mich heißt es jetzt erstmal ab ins Bett und eine ordentliche Portion Schlaf tanken, damit ich morgen ausgeruht und kräftig bin. Mittlerweile bin ich auch schon etwas müde, sodass ich hoffentlich schnell einschlafen werde.
Morgen früh um Acht Uhr geht es dann für mich los mit dem Makeup und um 10 wird die Show beginnen. Drückt mir die Daumen, auf dass ich die Vorwahl überstehe und ihr mich ab 18:30 Uhr im Livestream und im Finale miterleben könnt.

Bis morgen meine Lieben.

Eure Dilara ❤

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