London Part 2 – Wettkampf und Sightseeing

Hallo meine lieben und willkommen zu dem zweiten Teil meines Posts über meinen Aufenthalt in London.

Heute beginne ich direkt mit dem Samstag Morgen, was auch gleichzeitig der Beginn meines Wettkampftages war.
Los ging es schon ziemlich früh. Um 8 Uhr morgens musste ich im Host-Hotel vor Ort sein, denn dort sollte ich MakeUp und Haare gemacht bekommen, was aber in einer völligen Katastrophe endete. Ich kam dort an und wurde sofort aufgerufen. Ich war zuversichtlich und voller Vorfreude, da meine Visagistin beim letzten mal in Florida so tolle Arbeit geleistet hatte. Mein Visagist kam und es war ein schwuler, welcher laut den anderen Visagisten total gut sein sollte, aber nachdem er anfing wurde ich schnell skeptisch, was sich auch schnell als gerechtfertigt herausstellte. Nachdem er fertig war saßen meine Haare gar nicht und mein Make-up hätte ich selbst besser hinbekommen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was für eine Belastung das für mich war, denn auf der Bühne kann man sich nur wirklich gut präsentieren, wenn man sich zu hundert Prozent wohl fühlt und das war nun so wirklich gar nicht der Fall. Ich war den Tränen nah, als zum Glück mein Mann kam. Er hat mich raus, an die frische Luft, gebracht und beruhigt. Danach haben wir eine neue Visagistin gesucht, welche dann nochmal versucht hat das beste aus dem Desaster hinauszuholen. Das Endergebnis war nicht wirklich berauschend, aber immerhin schon etwas besser als das was dieser Stümper davor gemacht hat.
Weiter ging es also zum Tanning, was dann den Vogel komplett abgeschossen hat. Am Vortag hatte ich schon eine Schicht bekommen und die zweite sollte am nächsten Tag, direkt vor dem Wettkampf, folgen. Leider ist die erste Schicht dann aber über Nacht zum größten Teil abgegangen , so dass ich eine neue brauchte . Die habe ich trotz diverser Anfragen nicht bekommen. Die Gründe dafür verstehe ich auch nicht wirklich. Egal wo ich gefragt habe, sie meinten immer nur „Nein, das passt schon. Du siehst gut aus.“, was mich bis zum Schluss ziemlich wütend gemacht hat, denn die WBFF ist nicht grad billig. Haare, MakeUp  und Tanning lassen die sich schon mal über 400€ kosten und wenn man dann so mies behandelt wird, kann man schonmal wütend werden. Dafür hätten eigentlich Köpfe rollen müssen, aber ich wollte mich gar nicht weiter aufregen, da dies ja eigentlich ein schöner Tag sein sollte und der ganze Stress mich nur Wasser ziehen lassen würde. Ich beruhigte mich also und versuchte das ganze trotzdem professionell durchzuziehen.
Nun zum Wettkampf an sich. Die Organisation war super und der Wettkampf lief, Backstage und auch auf der Bühne, super ab. Morgens war die Vorrunde, in der wir uns nur im Bikini, nicht im Abendkleid präsentierten. Dort war ich nur im 2. Callout, was quasi schon hieß, dass ich die Top10 vergessen konnte. Der Teil am Abend war dann für mich umso entspannter. Natürlich habe ich noch nicht aufgegeben, aber wer erst einmal mehrere Wettkämpfe hinter sich hat, der weiß wie das abläuft und auch dass man im Finale nicht mehr viel mehr reißt als in der Vorrunde. Mein Platz stand also quasi schon fest und ich wusste, dass die Finalrunde am Abend nur für Facebook und die Live-Präsentation war. Ich gab auch dort alles, aber vor allem hatte ich dort eine Menge Spaß, was mir persönlich am wichtigsten war, denn darum sollte es eigentlich gehen.
Ich bin also über meine Platzierung nicht enttäuscht. Klar war mein Ziel die Top10, aber auch wenn ich es jetzt nicht geschafft habe heule ich nicht. Es war nämlich nicht nur ein Profiwettkampf, sondern direkt eine Profi-Weltmeisterschaft, was heißt, das dort die besten und schönsten Frauen des gesamten Verbandes bzw. der ganzen „Welt“ antreten. Dazu kommt natürlich noch ein Haufen Politik. Es wird zwar ausdrücklich erwähnt, dass in der WBFF nicht politisch gewertet wird, aber man merkt schon sehr deutlich, wie amtierende Damen und Herren mit ihren Kronen und Auszeichnungen bevorzugt werden. Auch die Dauerhaftigkeit im Verband, sprich wie lange man schon dort antritt wurde deutlich mit einbezogen, aber das ist okay, denn all das ist normal für so eine Art von Wettkampf und damit hatte ich mich auch schon vor der Reise abgefunden. Das wichtigste für mich war ich zu präsentieren, etwas in die WBFF zu etablieren und natürlich Spaß zu haben bzw. eine tolle Erfahrung mit nach Hause zu nehmen und ich denke, dass ich dies definitiv geschafft habe.
Nach dem Wettkampf waren wir dann alle noch als Gruppe Burger essen, was eigentlich viel schöner war als der Wettkampf an sich. Es ist einfach immer so schön Burak wiederzusehen! Wir haben gegessen, gequatscht und den Abend angemessen ausklingen lassen.
Am nächsten Tag wurde erstmal, verdienterweise ausgeschlafen und danach das Frühstücksbuffet geplündert. Nutellatoast, Eier und vor allem Käse ging in mich rein wie nichts! Ihr glaubt nicht wie ich Käse vermisst habe. Ich bin nämlich nicht wirklich der Mensch der viel Süßigkeiten isst, aber von Käse bin ich absolut abhängig. Zuhause futter ich das Zeug gefühlt kiloweise. Ich hab mich also richtig vollgefuttert.
Ungefähr drei Stunden später ging es dann auch schon weiter Richtung Innenstadt, wo wir uns mit Burak un den anderen trafen, um wieder zu essen. Der Laden hieß Maxwells und es gab echt geile Sachen. Die meisten haben sich Burger bestellt, aber ich war leider immer noch voll vom Frühstück. Aus Prinzip habe ich trotzdem noch Süßkartoffelpommes und einen Milchshake getrunken. Könnt ihr euch vorstellen, dass das mein erster Milchshake war? Ich war früher so ein Fitnessfreak, dass ich ganz viele Sachen noch nie probiert habe, welche mir Lukas mittlerweile alle nach und nach zeigt. Nach meinem Wettkampf jetzt muss ich mich, zwecks ausdiäten, leider noch etwas beherrschen, aber danach heißt es auch für mich wieder öfters mal Mist essen.
Nach unserem Essen verabschiedeten wir uns alle von einander, da die meisten am Sonntag schon zurück nach Deutschland bzw. in die Schweiz reisten. Mein Mann und ich entschlossen uns dann für Sightseeing, da es doch etwas Schade gewesen wäre, wenn wir nach 4 Tagen London nicht wenigstens mal ein wenig von den großen Sehenswürdigkeiten gesehen hätten. Wir sind also durch die ganze Innenstadt, haben dort noch diverse Leckereien gefunden und natürlich auch gegessen. Vor dort aus ging es dann zu einer Sehenswürdigkeit zur anderen. Alles haben wir uns nicht angeguckt, da wir ziemlich träge vom ganzen Essen waren, aber wir haben schon ziemlich viel gesehen, was uns wichtig war. Abschließend kann man sagen, dass der Sonntag nochmal richtig schön war und wir heute mit einem guten Gefühl wieder nach Hause fliegen können.
Anfangs hatte ich geschrieben, dass ich London sehr grau finde. Jetzt kann ich sagen, dass die nur für die Außengebiete gilt, da die Innenstadt echt schön ist. Es gab eine Menge schöner Gebäude, ansprechender Straßenmusiker, Sehenswürdigkeiten, kleine Märkte und vor allem haufenweise geile Restaurants für alle Geschmäcker. Wer also noch nie in London war sollte unbedingt mal für ein Wochenende hin und sich die Stadt angucken! Vor allem, wenn ihr genauso verfressen seid wie wir 😀
Wir packen jetzt unsere restlichen Sachen in den Koffer und dann heißt es wieder Abgang Richtung Flughafen und auf gehts nach Hause. Deutschland ruft!

Bis morgen meine lieben

Eure Dilara ❤

2 Gedanken zu “London Part 2 – Wettkampf und Sightseeing

  1. Hi Arzu,
    Also das mit dem Make-up und den Haaren hätte mich ja auch übel aufgeregt, was fällt denen ein dich so zu verhunzen und dann nicht mal wirklich auf deine Wünsche einzugehen wenn du da so einen Berg Kohle lässt??
    Muss man eigentlich Make-up und Haare da zahlen oder kann man auch alles selber machen und fertig ankommen?
    Visagisten und Hair Stylisten sind eigentlich auch halbe Psychologen und dafür verantwortlich dir das Leben zu erleichtern und nicht zu erschweren.
    Aber nun bist du um eine Erfahrung reicher, hast deinen ersten Pro-Wettkampf hinter dir, wo eigentlich alles mögliche schief gelaufen ist, aber somit kann es beim nächsten mal ja nur alles besser werden und du bist weniger nervös weil es ja dann nicht mehr das erste Mal ist 🙂
    Am Ende hat alles seinen Grund 😉

    Liebe Grüße,
    Chrissi

    Gefällt 1 Person

    1. Leider ist man verpflichtet seine Haare und make up dort zu machen das wurde an der registration nochmal verdeutlicht! -.- mich hat das mit dem tanning richtig wütend gemacht xD man hat so viel bezahlt für ne halbe Arbeit aber egal.. Sich aufregen bringt nichts. Nur graue Haare 😂😘😘

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