Mein Blog

Bodybuilding – Nicht meine Welt!

IMG_20171002_204223_019Guten Abend meine Lieben,
da mein Blog gestern so gut ankam, möchte ich nicht lange warten und euch gleich Stoff zum Lesen nachschieben!
Heute geht es darum, wieso ich mich nicht so wirklich in diese ganze Fitnesschiene einordnen möchte und auch finde, dass ich nicht die typische Athletin bin.
Ich gehe jetzt einfach mal davon aus, dass nur die wenigsten von euch die deutsche Fitnesszene wirklich kennen. Diejenigen, die sie kennen, können sich an der Stelle einfach ihren Teil denken. Jedenfalls möchte ich die Szene an sich gar nicht großartig schlecht reden. Es ist definitiv eine Welt für sich und der ein oder andere fühlt sich darin auch mit Sicherheit wohl, ich aber eben nicht. Warum? Ganz einfach! Die Szene besteht, wie sollte es auch anders sein, größtenteils aus Selbstdarstellung um jeden Preis. Wie gesagt, dass scheint für den einen ganz selbstverständlich und auch okay, aber mir ist das zu viel. Auch ich betreibe diverse soziale Netzwerke und lebe mittlerweile sogar davon mich im Internet zu präsentieren, aber auch in dieser Situation vertrete ich die Meinung, dass alles seine Grenzen haben sollte. Leider ist es so, dass ein Großteil dieser Szene diese Grenzen, Tag für Tag, mehr überschreitet. Photoshop und wirklich grenzwertige, fast schon pornographische, Darstellung sind, in der heutigen Zeit, an der Tagesordnung und das ist einfach eine Sache der ich nicht angehören will. Wie gesagt ich verurteile das ganze nicht, denn mittlerweile gehört es schon fast dazu und wer damit kein Problem hat, der soll es einfach tun, solang er glücklich damit ist. Schließlich ist jeder seines eigen Glückes Schmied!
Weiterhin möchte ich mich persönlich etwas abgrenzen, da Sport zwar ein sehr großer und wichtiger Teil meines Lebens, jedoch nicht meine Priorität im Leben darstellt. Wer mich immer fleißig verfolgt hat weiß, dass ich zu meinen Anfangszeiten richtig fanatisch war, mich aber mittlerweile in eine ganz andere Richtung entwickelt habe. Seitdem mein Mann und Hund in mein Leben getreten sind, habe ich eine richtige kleine Familie und diese steht, ohne jede Frage, an der Spitze meiner Prioritätenliste! Wer sich jetzt fragt „häää aber sie ist doch Athletin?“ der darf sich gern nochmal meine letzten Posts angucken. Dort geht es kaum noch um Sport, sondern eher um den ganz gewöhnlichen Alltag, der sich im engeren Sinne gar nicht viel von dem eines jeden anderen unterscheidet! Bei mir bzw. meinen sozialen Netzwerken soll es mittlerweile tatsächlich eher darum gehen mich in meiner ehrlichsten Form zu präsentieren und euch zu zeigen, dass jeder, egal wie toll er erscheint, mit den alltäglichen Problemen dieser Welt zu kämpfen hat und egal wie klein ihr euch fühlt, ihr das genauso schaffen könnt!
Wahrscheinlich könnte ich jetzt noch etliche andere Punkte aufzählen, die mich von dieser Szene ausschließen würden, aber ich belasse es einfach mal bei diesen zwei Punkten und wünsche euch an dieser Stelle einfach nur noch eine gute Nacht!

Eure Dilara ❤

Bring Glück in dein Unglück

IMG_20171001_212237_799Guten Abend,

viele von euch haben bestimmt bemerkt, dass ich in letzter Zeit etwas inaktiv war. Das galt, wie ihr nur schwer wissen könnt, nicht nur für meine sozialen Netzwerke, sondern auch für mein Privatleben und den Sport.
Wieso, Weshalb, Warum? Dies erfahrt ihr in den folgenden Zeilen!

Die letzten Wochen waren nicht die einfachste Zeit für mich, denn während und nachdem Wettkämpfen, hatte ich sehr viele private Probleme. Probleme, die man nicht beeinflussen kann. Ein Paar Stunden Ruhe und Schlaf haben nicht gereicht. Mein Körper war erschöpft. Meine Motivation zu trainieren war fort. Ich war sehr müde und meine Kraft hat gefehlt, somit fiel mein Training für längere Zeit aus. Zudem hatte ich Gelüste nach allem möglichen Süßem und Fastfood, was ich zum Glück aber noch kontrollieren konnte, sodass ich trotz Sportpause kaum zugenommen habe. Alles in einem definitiv mehrere Faktoren, die einem das Leben als Sportlerin nicht grad vereinfachen. Diese Faktoren verbanden sich im Laufe der Zeit zu einem und es entstand ein Gefühl der Leere in mir. Irgendwas hat mir einfach im Leben gefehlt, aber ich konnte für mich selbst nicht sagen was….vllt. waren es die späten Nachwirkungen der Wettkämpfe und den damit verbundenen Stress..ich weiss es nicht..
In den letzten Tagen habe ich also versucht dieses Etwas, was mir fehlt zu finden. Leichter gesagt als getan, denn eigentlich habe ich viel wünschenswertes im Leben wie z.B. einen Traumhaften Job, perfekten Mann und Hund, Gesundheit, usw…  Also was löst diese Leere in mir aus?
Ehrlicherweise muss ich leider behaupten, dass ich es nicht weiß… Allerdings weiß ich etwas anderes, nämlich dass ich eine Kämpferin bin und Aufgeben eigentlich noch nie eine Option für mich dargestellt hat. Also heißt es momentan für mich primär aus meinem Unglück Glück entstehen zu lassen. In Büchern findet man oft Zitate wie „Licht und Dunkelheit gehen Hand in Hand, denn Licht entsteht aus der Dunkelheit und anders herum“. Ein solches Zitat finde ich an dieser stelle relativ passend, denn auch ich bin fest entschlossen aus einem Tiefpunkt meines Lebens ein Hoch explodieren zu lassen! Das Leben ist wie ein Diagramm eines Aktienkurses. Es geht Auf und Ab, in ständigem Wechsel, und es ist an uns selbst zu entscheiden wie tief oder wie hoch wir fallen oder steigen.
Ich für meinen Teil habe nun entschlossen, dass ich lang genug in meinem Loch festgesteckt habe und es nun definitiv bergauf gehen muss.
Wie genau es jetzt weiter geht? Erst einmal werde ich nun, nach langer Pause, wieder sportlich durchstarten. Weiterhin wird es Zeit für etwas umdenken, denn Erfolg ist größtenteils Kopfsache. Soll es also weitergehen heißt das, dass ich mich eine Menge mit mir selbst auseinandersetzen muss, was ich auch tun werde!

Mein Rat an euch: Wenn ihr denkt alles geht schief und das Leben legt einem nur noch Steine in den Weg, bleibt ruhig und bedacht. Nichts passiert ohne Sinn und wenn es mal nicht so gut läuft, seid sicher, bald geht es wieder bergauf.  ❤

Ein ganz besonderes Shooting

20170917_0489Hallo meine lieben,
heute möchte ich euch von meinem letzten Shooting mit Hüseyin Yilmaz berichten.

Beginnen wir damit, wieso ich ihn ausgewählt habe. Es hört sich etwas seltsam an, aber wenn man ein gewisses Maß an Reichweite hat, kommen Photographen auf einen zu wie Tiere, die in dir ihre Beute sehen. Jedenfalls habe ich mich für Hüseyin aus mehreren Gründen entschieden. Zuerst einmal natürlich wegen seinem unglaublich Stil. Seine Bilder haben mich schon seit längerer Zeit begeistert und mir war von Anfang an bewusst, dass ich auch einmal mit ihm shooten muss. Des weiteren ist es ganz einfach seine eigene Art, die ihn für mich so interessant macht. Wir haben uns kennengelernt, über Instagram, und haben uns sofort verstanden, da er, genau wie ich, ein sehr poetischer Mensch ist, der den glauben an die Seele eines Menschen und dessen wahre Schönheit noch nicht verloren hat. Bevor wir uns trafen, schrieben wir eine halbe Ewigkeit und die Sympathie wuchs stätig, sodass wir von vorne herein in einem angenehmen Einklang waren. Nach geraumer Zeit vereinbarten wir ein Termin für ein Shooting und er fragte mich, was ich mir den so vorstellen würde. Da ich ein großer Fan seiner Arbeit war, erwiderte ich, dass sein Stil sehr schön wäre und dass ich mich da ganz auf ihn einlassen würde. Daraufhin sagte er etwas, was mich wissen lies, dass dieses Shooting großartig werden solle – „Ich weiß vor Beginn des Shootings noch gar nicht was mich erwartet, denn auf den Fotos möchte ich die wahre Dilara, in ihrer reinsten Form, ablichten. Ich möchte den Leuten durch meine Fotos zeigen wer du wirklich bist!“. Ich war gerührt und jetzt aufgeregter den je auf ein Shooting.
Die nächsten Tage vergingen recht zügig, das Wochenende rückte näher und schon war es Freitag Nachmittag. Es klingelte an der Tür und Hüseyin stand da, mit einem Geschenkkorb in der Hand. Bei uns Türken kommt man halt nicht mit leeren Händen an! Jedenfalls eine sehr schöne Geste.Am späten Abend haben wir dann noch eine Menge gequatscht, Pizza gegessen und den Abend einfach ausklingen lassen, denn uns war bewusst, dass der nächste Tag stressig werden würde.
Samstag Morgen begann unser Shooting dann relativ früh. Wir zogen, mit Kamera und haufenweise Outfits beladen, durch Kassel und fanden haufenweise cooler Spots, die wir natürlich sofort nutzten. An dieser Stelle sollte man erwähnen, dass ich an all diesen Spots wahrscheinlich schon tausende Male entlang gelaufen bin, ohne auch nur auf die Idee zu kommen, dass sie sich für ein schönes Bild eignen könnten. Aber Hüseyin, er hat einfach ein magisches Auge für so etwas. In jeder noch so kleinen Nische, gab es eine Möglichkeit zu shooten! Wir verbrachten also den ganzen Tag mit Fotos machen.
Gegen Abend, als dann alle Outfits durch waren, kamen wir zurück nach Hause, wo mein Freund auch schon wartete. Bislang kamen wir leider nur zu Solo-Bildern, da Lukas die ganzen letzten Tage an der Uni verbracht hat, um für seine Klausuren zu lernen. Auf unserem Plan standen aber definitiv noch Pärchenbilder, da wir diese schon länger mal machen wollten! Es war gegen 18 Uhr als wir uns trafen. Wir legten sofort los mit den Bildern im Schlafzimmer, welche ihr vielleicht schon gesehen habt.Danach folgte eine kurze Pause, damit wir uns noch einmal entspannen konnten bevor das richtige Shooting losging.
Nun sollten die Outdoor-Bilder von mir und meinem Mann gemacht werden. Dies hieß für mich ein weiteres mal einen Outfitwechsel und bei Lukas stand sofort fest, dass er sich ein Anzug anziehen soll. Beide aufgestylt und bereit zu shooten wurden wir direkt wieder von unseren Mägen unterbrochen. Mit leerem Magen kann man nicht shooten, also war sofort klar, dass wir, wenn wir schonmal hübsch sind, auch noch essen gehen 😀 20 Minuten später saßen wir dann auch schon im Restaurant. Wir aßen, tranken und hatten gute Laune.
Danach ging es dann endlich ans Werk. Überraschender Weise hieß dies nur ca. eine halbe Stunde Arbeit. Wir verließen das Restaurant und, ob ihr es glaubt oder nicht, fanden auf den ersten 500 Metern schon all unsere Shooting-Spots, so dass wirklich all diese schönen Bilder die ihr momentan auf Instagram sehr, in ungefähr einer halben Stunde entstanden. Der helle Wahnsinn. Ich muss ehrlich sagen so etwas habe ich bei einem Fotografen noch nie gesehen und ich bin immer noch wirklich mehr als begeistert!
Die Fotos waren also im Sack, was für uns hieß – Feierabend! Der Tag war lang und erfolgreich genug. Ich habe für ein gefühltes halbes Jahr Fotos gesammelt 😀 und eine Menge Spaß gehabt. Erfolg auf ganzer Linie also! Zuhause angekommen ging es dann auch schon relativ schnell ins Bett, da alle hundemüde waren.
Am nächsten Morgen verließ uns Hüseyin dann auch schon, aber es war ein wirklich unvergessliches Wochenende und eine wunderbare Zeit mit einem wirklich einzigartigen Menschen. Seine liebevolle und aufmerksame Art mir, als seiner Kundin,  (mittlerweile ein sehr guter FREUND!!)gegenüber werde ich bestimmt nicht vergessen und ich bin mir mehr als nur sicher, dass dies nicht unser letztes Treffen gewesen sein soll.
Die Bilder die er mir gezaubert hat, teile ich natürlich alle mit euch. Nicht nur weil ich sehr stolz auf unsere Arbeit bin, nein, sondern auch um ihn und sein Handwerk zu ehren. Mit wie viel Liebe, Hingabe und Sinn fürs Detail dieser Mann an die Arbeit geht ist für mich wirklich unglaublich und ich bin stolz eines seiner Models gewesen zu sein
Natürlich ging es an diesem Wochenende viel um Fotografie, allerdings war es so viel mehr als das. Hüseyin und ich haben uns wie oben beschrieben über unsere ähnlichen Persönlichkeiten kennengelernt und dieses Wochenende hat uns mehr als zu vor zusammengebracht. Wir haben so viel Zeit miteinander verbracht und haben einfach immer mehr harmoniert! Ich kann kaum in Worte fassen, wie ich ihn als Mensch schätze. Sein Wesen passt wirklich sehr gut zu seiner Fotografie und wird darüber, denke ich, auch etwas wiedergespiegelt. Man merkt er hat viel erlebt und auch, dass diese Erlebnisse ihn geprägt haben, sodass er jetzt durchweg ruhig und gelassen ist, was sich auch total auf einen selbst auswirkt. Wenn er mit seiner harmonischen Stimme redet und auch noch seine poetische Ader mit einfließen lässt, könnte ich stundenlang zuhören! An manchen Stellen klingt das ganze hier wahrscheinlich etwas nach Liebe, aber ich kann euch beruhigen, so ist es nicht. Ich weiß nicht ob ihr es kennt, aber manchmal harmoniert man einfach so extrem gut mit einer Person, dass man sich auf einem ganz neuen Level, weit über allem anderen, mit ihr unterhalten und umgeben kann. So ist es bei uns – wirkliche, ehrliche Freundschaft!

 

London Part 2 – Wettkampf und Sightseeing

Hallo meine lieben und willkommen zu dem zweiten Teil meines Posts über meinen Aufenthalt in London.

Heute beginne ich direkt mit dem Samstag Morgen, was auch gleichzeitig der Beginn meines Wettkampftages war.
Los ging es schon ziemlich früh. Um 8 Uhr morgens musste ich im Host-Hotel vor Ort sein, denn dort sollte ich MakeUp und Haare gemacht bekommen, was aber in einer völligen Katastrophe endete. Ich kam dort an und wurde sofort aufgerufen. Ich war zuversichtlich und voller Vorfreude, da meine Visagistin beim letzten mal in Florida so tolle Arbeit geleistet hatte. Mein Visagist kam und es war ein schwuler, welcher laut den anderen Visagisten total gut sein sollte, aber nachdem er anfing wurde ich schnell skeptisch, was sich auch schnell als gerechtfertigt herausstellte. Nachdem er fertig war saßen meine Haare gar nicht und mein Make-up hätte ich selbst besser hinbekommen. Ihr könnt euch nicht vorstellen, was für eine Belastung das für mich war, denn auf der Bühne kann man sich nur wirklich gut präsentieren, wenn man sich zu hundert Prozent wohl fühlt und das war nun so wirklich gar nicht der Fall. Ich war den Tränen nah, als zum Glück mein Mann kam. Er hat mich raus, an die frische Luft, gebracht und beruhigt. Danach haben wir eine neue Visagistin gesucht, welche dann nochmal versucht hat das beste aus dem Desaster hinauszuholen. Das Endergebnis war nicht wirklich berauschend, aber immerhin schon etwas besser als das was dieser Stümper davor gemacht hat.
Weiter ging es also zum Tanning, was dann den Vogel komplett abgeschossen hat. Am Vortag hatte ich schon eine Schicht bekommen und die zweite sollte am nächsten Tag, direkt vor dem Wettkampf, folgen. Leider ist die erste Schicht dann aber über Nacht zum größten Teil abgegangen , so dass ich eine neue brauchte . Die habe ich trotz diverser Anfragen nicht bekommen. Die Gründe dafür verstehe ich auch nicht wirklich. Egal wo ich gefragt habe, sie meinten immer nur „Nein, das passt schon. Du siehst gut aus.“, was mich bis zum Schluss ziemlich wütend gemacht hat, denn die WBFF ist nicht grad billig. Haare, MakeUp  und Tanning lassen die sich schon mal über 400€ kosten und wenn man dann so mies behandelt wird, kann man schonmal wütend werden. Dafür hätten eigentlich Köpfe rollen müssen, aber ich wollte mich gar nicht weiter aufregen, da dies ja eigentlich ein schöner Tag sein sollte und der ganze Stress mich nur Wasser ziehen lassen würde. Ich beruhigte mich also und versuchte das ganze trotzdem professionell durchzuziehen.
Nun zum Wettkampf an sich. Die Organisation war super und der Wettkampf lief, Backstage und auch auf der Bühne, super ab. Morgens war die Vorrunde, in der wir uns nur im Bikini, nicht im Abendkleid präsentierten. Dort war ich nur im 2. Callout, was quasi schon hieß, dass ich die Top10 vergessen konnte. Der Teil am Abend war dann für mich umso entspannter. Natürlich habe ich noch nicht aufgegeben, aber wer erst einmal mehrere Wettkämpfe hinter sich hat, der weiß wie das abläuft und auch dass man im Finale nicht mehr viel mehr reißt als in der Vorrunde. Mein Platz stand also quasi schon fest und ich wusste, dass die Finalrunde am Abend nur für Facebook und die Live-Präsentation war. Ich gab auch dort alles, aber vor allem hatte ich dort eine Menge Spaß, was mir persönlich am wichtigsten war, denn darum sollte es eigentlich gehen.
Ich bin also über meine Platzierung nicht enttäuscht. Klar war mein Ziel die Top10, aber auch wenn ich es jetzt nicht geschafft habe heule ich nicht. Es war nämlich nicht nur ein Profiwettkampf, sondern direkt eine Profi-Weltmeisterschaft, was heißt, das dort die besten und schönsten Frauen des gesamten Verbandes bzw. der ganzen „Welt“ antreten. Dazu kommt natürlich noch ein Haufen Politik. Es wird zwar ausdrücklich erwähnt, dass in der WBFF nicht politisch gewertet wird, aber man merkt schon sehr deutlich, wie amtierende Damen und Herren mit ihren Kronen und Auszeichnungen bevorzugt werden. Auch die Dauerhaftigkeit im Verband, sprich wie lange man schon dort antritt wurde deutlich mit einbezogen, aber das ist okay, denn all das ist normal für so eine Art von Wettkampf und damit hatte ich mich auch schon vor der Reise abgefunden. Das wichtigste für mich war ich zu präsentieren, etwas in die WBFF zu etablieren und natürlich Spaß zu haben bzw. eine tolle Erfahrung mit nach Hause zu nehmen und ich denke, dass ich dies definitiv geschafft habe.
Nach dem Wettkampf waren wir dann alle noch als Gruppe Burger essen, was eigentlich viel schöner war als der Wettkampf an sich. Es ist einfach immer so schön Burak wiederzusehen! Wir haben gegessen, gequatscht und den Abend angemessen ausklingen lassen.
Am nächsten Tag wurde erstmal, verdienterweise ausgeschlafen und danach das Frühstücksbuffet geplündert. Nutellatoast, Eier und vor allem Käse ging in mich rein wie nichts! Ihr glaubt nicht wie ich Käse vermisst habe. Ich bin nämlich nicht wirklich der Mensch der viel Süßigkeiten isst, aber von Käse bin ich absolut abhängig. Zuhause futter ich das Zeug gefühlt kiloweise. Ich hab mich also richtig vollgefuttert.
Ungefähr drei Stunden später ging es dann auch schon weiter Richtung Innenstadt, wo wir uns mit Burak un den anderen trafen, um wieder zu essen. Der Laden hieß Maxwells und es gab echt geile Sachen. Die meisten haben sich Burger bestellt, aber ich war leider immer noch voll vom Frühstück. Aus Prinzip habe ich trotzdem noch Süßkartoffelpommes und einen Milchshake getrunken. Könnt ihr euch vorstellen, dass das mein erster Milchshake war? Ich war früher so ein Fitnessfreak, dass ich ganz viele Sachen noch nie probiert habe, welche mir Lukas mittlerweile alle nach und nach zeigt. Nach meinem Wettkampf jetzt muss ich mich, zwecks ausdiäten, leider noch etwas beherrschen, aber danach heißt es auch für mich wieder öfters mal Mist essen.
Nach unserem Essen verabschiedeten wir uns alle von einander, da die meisten am Sonntag schon zurück nach Deutschland bzw. in die Schweiz reisten. Mein Mann und ich entschlossen uns dann für Sightseeing, da es doch etwas Schade gewesen wäre, wenn wir nach 4 Tagen London nicht wenigstens mal ein wenig von den großen Sehenswürdigkeiten gesehen hätten. Wir sind also durch die ganze Innenstadt, haben dort noch diverse Leckereien gefunden und natürlich auch gegessen. Vor dort aus ging es dann zu einer Sehenswürdigkeit zur anderen. Alles haben wir uns nicht angeguckt, da wir ziemlich träge vom ganzen Essen waren, aber wir haben schon ziemlich viel gesehen, was uns wichtig war. Abschließend kann man sagen, dass der Sonntag nochmal richtig schön war und wir heute mit einem guten Gefühl wieder nach Hause fliegen können.
Anfangs hatte ich geschrieben, dass ich London sehr grau finde. Jetzt kann ich sagen, dass die nur für die Außengebiete gilt, da die Innenstadt echt schön ist. Es gab eine Menge schöner Gebäude, ansprechender Straßenmusiker, Sehenswürdigkeiten, kleine Märkte und vor allem haufenweise geile Restaurants für alle Geschmäcker. Wer also noch nie in London war sollte unbedingt mal für ein Wochenende hin und sich die Stadt angucken! Vor allem, wenn ihr genauso verfressen seid wie wir 😀
Wir packen jetzt unsere restlichen Sachen in den Koffer und dann heißt es wieder Abgang Richtung Flughafen und auf gehts nach Hause. Deutschland ruft!

Bis morgen meine lieben

Eure Dilara ❤

London – Let the show begin

Guten Abend meine Lieben,
wie ihr meinem letzten Post bei Instagram entnehmen konntet, ist heute der Abend vor meinem Wettkampf. Ich bin ziemlich aufgeregt und das ganze zerrt auch etwas an meinen Nerven, so dass ich nun versuche alle Emotionen auf diesen kleinen Blogpost zu fokussieren um gedanklich etwas abzuschalten. Im folgenden werde ich von meiner Anreise bis zum jetzigen Moment in London berichten.

Angefangen mit dem Flug. Nach dem Debakel bei meiner Reise nach Florida, hatte ich etwas bedenken, dass es dieses mal wieder Schwierigkeiten gibt, aber dieses mal lief alles super. Vielleicht, weil ich dieses Mal einen Deutschen an meiner Seite hatte. Behörden lieben Deutsche haha Jedenfalls lief alles glatt. Wir kamen schnell durch alle Kontrollen und machten es uns im Flugzeug bequem, soweit es ging. Für mich ist das etwas schwierig, da ich etwas Flugangst habe und Start und Landung mich mental leicht herausfordern, aber mit Lukas Hilfe ging auch dies super. Erst einmal in der Luft, war ich wieder sofort eingeschlafen. Was ich vom Flug mitbekommen habe war aber, bis auf wenig Turbulenzen, sehr angenehm.
In London angekommen hieß es für uns erstmal Orientierung finden, denn London war für uns total unübersichtlich. Da wir etwas ausserhalb Londons gelandet waren, hatten wir noch eine halbe Ewigkeit an Strecke vor uns. Der Taxifahrer verlangte 130 Pfund, daher haben wir uns für die Öffentlichen entschieden, wobei wir auch etwas von London sehen konnten. Wir sind einmal quer durch ganz London gedüst und der erste Eindruck, aus der Bahn heraus, war erstmal nur „Grau“. Alles schien ziemlich langweilig, ordentlich und unbelebt. Der erste Eindruck überzeugte also nicht wirklich.
Ungefähr 90 Minuten später sind wir dann auch am Hotel angekommen, schnell eingecheckt und direkt auf unser Zimmer, denn unser Tag hatte grad erst begonnen. Die WBFF Show-Registration und das anschließende Athletenmeeting standen uns bevor. Es hieß also so schnell wie möglich, so schick wie möglich auszusehen. Gesagt, getan. Eine halbe Stunde später stand der Taxifahrer vor dem Hotel. Es war etwas wie im Film, denn das Hotel hat uns kein normales Taxi bestellt. Es war ein extrem schöner Benz und der Fahrer trug Anzug. Wie ein wenig verlegene C-Promis wurden wir also zur Registration gefahren. Dort war alles sehr elegant. Die Registration fand im Ballsaal des Intercontinental Hotels statt. Man musste sich nur umsehen und wusste sofort, dass dies eine WBFF Show war. Hübsche Frauen soweit das Auge reicht. Und dies sollten meine Konkurrentinnen sein. Da wurde ich schon etwas nervös, was aber von meinem Hunger und dem Haufen restlicher Gefühle sofort im Keim erstickt wurde.
Die Registration an sich war dann relativ unspektakulär. Ich stand eine Ewigkeit an, erhielt meine Starternummer, meine Profi-Schärpe und einige Infos über den Verlauf des Events. Mein Higlight war Burak und seine Frau zu treffen, welche natürlich auch anwesend sein mussten. Wir hatten aber leider nicht viel Zeit für großartige Gespräche.
Am Abend fand dann das Athletenmeeting bzw. die Vorstellung der Athleten statt. Leider nicht ganz so toll wie ich es mir vorgestellt hatte, da es weitestgehend nur um die bisherigen Champions ging, aber das gehört wohl irgendwie schon zu der Veranstaltung dazu. Als das ganze dann vorbei war wollte ich einfach nur in mein Bett. Wir ließen uns von dem nächstgelegen Taxi zum Hotel fahren und dort angekommen sind wir dann auch ziemlich zügig versackt und eingeschlafen.
Der nächste Tag begann schon sehr früh, da wieder eine Menge geplant war. Der Medienteil des Events stand mir bevor. Das beinhaltete eine Menge Fotos, weshalb ich dementsprechend früh raus musste um mich angemessen schön zu machen. Als ich dann soweit war hieß es noch kurz im Hotel frühstücken und dann direkt weiter, wieder zurück ins Hotel Intercontinental. Dort angekommen waren schon eine Menge Menschen und Kameras dort. Erst musste ich etwas warten, was aber gar nicht schlimm war, denn wir befanden uns dort im 18. Stock, der Sky Lounge, des Hotels. Dort hatte man einen wundervollen Panorama-Ausblick über London und seine Skyline. Als es dann losging, wurden nacheinander von allen Nationen und Klassen, sprich in meinem Fall „Team Europa“ und „Bikini Diva Pros“, gemacht. Das Ganze ging um die 4 Stunden, sodass wir den restlichen Tag für uns nutzen konnten. Unser Ziel war eindeutig die Londoner Innenstadt um etwas zu shoppen. Allerdings wurden wir davor noch etwas aufgehalten, im positiven Sinne, denn wir trafen auf Burak, welcher noch mehrere Stunden im Hotel auf sein Tanning warten musste. Wir entschieden uns ihm etwas Gesellschaft zu leisten, was im Endeffekt zwei Kaffee und ungefähr zwei Stunden großartiger Gespräche bedeutete.
Nach diesen zwei Stunden brachen wir auf Richtung Stratford. Nicht direkt die Innenstadt, aber das Shoppingcenter dort war definitiv auch nicht ohne. Es hieß Westfield und war echt beeindruckend, was Auswahl an Geschäften und Größe anging. Kein herkömmliches Sightseeing, aber uns hat es gefallen.  Wir shopptena also und ließen es uns gut gehen. Für Lukas gab es haufenweise Essen und ich habe halb Primark leer gekauft. Eigentlich wollte ich nur eine Jogginghose und ein Pullover für den Wettkampf, aber eins kam zum anderen und ich denke ihr wisst wie das ist, wenn man erstmal anfängt. Nach mehreren Stunden laufen, essen und Vergnügen waren wir dann irgendwann auch wieder auf unserem Hotelzimmer. Beide absolut erledigt, weshalb wir uns noch einen Film über Netflix anschauten, wobei ich aber sofort einschlief.
Nun zum heutigen Tag. Für die Amateure begann heute schon der Wettkampf, weshalb heute für mich quasi frei war. Wir entschlossen uns etwas zu Fuß durch London zu laufen und die kleinen Teile der Stadt zu erkunden. Wir sind zum Teil an ganz komischen Orten gelandet, aber am Ende kamen wir dann doch in einer kleinen stadtteil-eigenen Innenstadt an, wo es kleine Märkte und unter anderem auch einen Herrenausstatter gab. Wir sind spaßeshalber mal rein und haben uns das Sortiment angeguckt. Anscheinend hatten wir dort einen Geheimtipp gefunden, denn wir konnten für Lukas noch einen sehr schönen Anzug ergattern, welcher nichtmals besonders viel gekostet hat.
Mittlerweile war es kurz vor Zwei und ich hatte mein Tanning Termin um Drei. Wir hatten also noch eine gute Stunde Zeit, weshalb wir uns entschlossen zu Fuß zu meinem Termin zu laufen. Im Nachhinein war dies eventuell ein Fehler, da wir eine halbe Ewigkeit gebraucht haben. Wir waren zwar noch pünktlich, aber auch nur grad so und dazu kam noch die heiße Sonne. Anderseits ist es auch immer schön die Stadt zu Fuß zu erkunden. Erst ging es durch ein Industriegebiet, was natürlich nicht so schön war, aber es ging auch durch kleine süße Orte und ein langes Stück an der Themse entlang was wiederum sehr schön war. Vielleicht also auch doch kein Fehler.
Im Hotel angekommen ging das Tanning ziemlich schnell. Innherhalb von Fünf Minuten war ich wettkampfmässig Braun angesprüht. Da uns von dem ganzen Laufen mittlerweile die Füße weh taten, entschlossen wir uns für den direkt Weg zurück in unser Hotel und ein langes Mittagsschläfchen. Seitdem wir nun wieder wach sind treffen wir eigentlich die ganze Zeit nur Vorkehrungen für den morgigen Tag und schauen uns die Amateur Show auf Facebook an. Und natürlich schreibe ich auch diesen Post hier.

Nun, bevor ich den Laptop zur Seite lege, noch ein wenig zu der momentanen Situation.
So langsam werde ich immer aufgeregter. Ich mache mir Gedanken über meine Konkurrenz und den Wettkampf an sich. Als wir im Hotel Intercontinental waren, habe ich die O2 Arena gesehen und ich muss sagen, bei so einer riesigen Location kriege sogar ich etwas Lampenfieber. Ich hoffe das ganze legt sich im weiteren Verlauf des Abends und morgen früh noch etwas, damit ich auf der Bühne wie immer selbstbewusst auftreten kann. Ihr kennt mich. Ich bin eine Powerfrau, aber auch eine Powerfrau empfindet Ehrfurcht gegenüber so mancher Herausforderung. Ich kann es immer noch nicht so richtig fassen, dass ich mich morgen auf der Weltmeisterschaft der WBFF präsentieren werde.
Ich will auch gar nicht großartig mehr schreiben. Für mich heißt es jetzt erstmal ab ins Bett und eine ordentliche Portion Schlaf tanken, damit ich morgen ausgeruht und kräftig bin. Mittlerweile bin ich auch schon etwas müde, sodass ich hoffentlich schnell einschlafen werde.
Morgen früh um Acht Uhr geht es dann für mich los mit dem Makeup und um 10 wird die Show beginnen. Drückt mir die Daumen, auf dass ich die Vorwahl überstehe und ihr mich ab 18:30 Uhr im Livestream und im Finale miterleben könnt.

Bis morgen meine Lieben.

Eure Dilara ❤

Endspurt und die Wahrheit über Wettkämpfe

Hallo meine lieben und wieder einmal danke, dafür dass ihr euch für meinen Artikel interessiert.

Mittlerweile sind es nur noch drei tage bis zum Wettkampf. Jetzt wo sich das Ganze dem Ende neigt will ich euch etwas über diese Zeit erzählen.
Auf Instagram und Co. wird bei so einem Wettkampf meistens nur die positive Seite, voller Glitzer, Glamour und Freude präsentiert, aber was dahinter steckt ist so viel mehr.
Seit gestern bin ich nun endlich im Besitz aller Kleider, Bikinis, Schmuck, etc., so dass ich mich langsam wieder beruhigen kann und einen klaren Kopf bekomme. Ich kann euch sagen, die letzten Wochen waren alles andere als ein Spaß. Man könnte es beschreiben als eine Gefühlsachterbahn, wobei man von Oben nach Unten nicht mehr als ein Blinzeln braucht. Es gab so viel zu organisieren, zu kaufen und zu regeln. Vom Kleid, über das Visum, bis hin zu der Bewältigung des normalen Alltags. Wirklich alles strapaziert die Nerven und irgendwann kommt man an einen Punkt, da geht es scheinbar nicht mehr weiter. Glaubt mir an diesen Punkt kommt so ziemlich jeder in einer Wettkampfdiät, aber in dieser Situation ist es wichtig weiterzumachen, aufzustehen und zu kämpfen bis man von ganz Unten wieder ganz Oben steht. Und das ist kein Einzelfall! Ich weiß nicht wie oft es mir in den letzten Wochen die Nerven buchstäblich zerrissen hat. Die Kleider saßen nicht, der Alltag brachte mich um und von meiner Erfahrung mit der Botschaft, um ein Visum zu ergattern, will ich gar nicht erst anfangen.
Der Grund warum ich euch das erzähle ist nicht der, dass ich euch davon abhalten will einen Wettkampf zu bestreiten. Ich möchte euch klar machen was für eine enorme psychische Herausforderung diese Zeit sein kann und dass man dies keines Wegs auf die leichte Schulter nehmen sollte. Man sollte sich auf diese Zeit vorbereiten und sich mental darauf einstellen. Auch Freunde, Familie und vor Allem Partner sollten vorgewarnt und schonend darauf vorbereitet werden, denn sie sind die Personen die von euer Gefühlsachterbahn nicht nur mitgerissen, sondern frontal von ihr erfasst werden. An ihnen werdet ihr eure, nicht selten, negativen Emotionen rauslassen und darauf müssen sie vorbereitet werden. Sollte dies nicht passieren…. Glaubt mir ich habe in meinen Jahren in diesem Sport mehr als eine Beziehung zerbrechen sehen.
Aber, wie immer im Leben, wenn man sich einer großen Herausforderung stellt, soll diese nicht unbelohnt bleiben. Habt ihr es erst einmal hinter euch gebracht und steht an dem Punkt, an dem ich mich grad befinde, dann wisst ihr, dass es die ganzen Strapazen wert war. Nun drei Tage vor dem Wettkampf, mit quasi schon gepackten Taschen und schon halb auf dem Weg zum Flieger Richtung UK, ist der einzige Gegner dem ich mich noch stelle die Aufregung, welche nach dieser schweren Zeit aber keinen ernstzunehmenden Gegner mehr darstellt. Jetzt heißt es für mich nur noch aufbrechen, fertig machen und auf der Bühne glänzen, Spaß haben und es genießen!
Mittwoch ist es dann soweit – Mein Mann und ich werden nach London reisen, wo es dann am gleichen Tag direkt schon zur Registrierung geht. Ab dann wird es ein strenges Programm geben, welches Pressekonferenzen und noch viel mehr beinhaltet. Gegipfelt wird diese ganze Woche von dem Samstag, an welchem dann mein erster Profi Wettkampf in der WBFF stattfinden wird. Diesen könnt ihr übrigens auch Live auf Facebook verfolgen. Bis es allerdings soweit ist und wir nach London aufbrechen sind noch einige Kleinigkeiten zu erledigen und ich werde mir einige Zeit für mich nehmen um mich mental auf die kommenden tage vorzubereiten.
Das war es für Heute erstmal von mir. Der nächste Blogpost wird Mittwoch Abend erfolgen und ab dann, bis zu meinem Wettkampf täglich, so dass ich euch permanent informiert halte. Ich freue mich darauf euch an dieser besonderen Erfahrung teilhaben zu lassen!

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag Abend

Eure Dilara ❤

Glücklich durch die Karriere

Guten Abend meine Lieben, heute Abend muss ich einfach mal etwas loswerden. Wie inzwischen alle meine Leser wissen sollten, bin ich seit knapp, aufgerundet, einem Jahr selbstständig tätig. 

Damals war es für mich ein schwieriger und großer Schritt, welcher mit viel Angst verbunden war, aber heute bin ich einfach nur froh, dass ich ihn damals gegangen bin. 

Worum es heute also geht bzw. was ich vermitteln will ist Mut im Leben!

Damals arbeitete ich noch beim Zahnarzt und ich muss sagen mein ehemaliger Chef war, nett gesagt, nicht wirklich zwischenmenschlich erprobt. Dementsprechend anstregend gestaltete sich damals noch mein Arbeitsalltag. Überstunden, Arbeit die nicht zu meinem Job gehörte und ein trostloses Gefühl am Arbeitsplatz wurden Alltag, so dass mein Job statt Spaß extremen Stress verursacht hat. Dies ging soweit, dass ich eines heißen Tages auf der Arbeit zusammengebrochen bin. Mir war sofort klar, dass ich nicht mehr in die Praxis zurückkehren will, also holte ich mir vorläufig einen Krankenschein. 

In meiner, neu erworbenen, Freizeit bewarb ich mich bei unzähligen Unternehmen, führte Einstellungsgespräche und arbeitete auf Probe, aber keiner der Jobs hat mich wirklich ausgefüllt. Was ich machen wollte war Menschen zu helfen und vor allem in Kontakt mit ihnen zu stehen. Ich beschloss also dem alten chinesischen Sprichwort „Wenn du eine Stunde lang glücklich sein willst, schlafe. Wenn du einen Tag glücklich sein willst, geh fischen. Wenn du ein Jahr lang glücklich sein willst, habe ein Vermögen. Wenn du ein Leben lang glücklich sein willst, liebe deine Arbeit.“ zu folgen und zu tun was mich glücklich macht. Mein Mann und mein Coach Burak unterstützten mich bei dem Einstieg in die Selbstständigkeit so gut sie konnten und siehe da, es hat geklappt. 

Der Einstieg und die Zeit waren ziemlich anstrengend und vor allem frustrierend, aber mittlerweile bin ich sehr glücklich mit meiner Entscheidung und würde sie für kein Geld der Welt rückgängig machen. Der tägliche Kontakt mit meinen Kundinnen ist mir so wichtig, genau wie jede einzelne von ihnen. Es erfüllt mich einfach meinen Damen das Leben einfacher zu machen und ihnen auf dem Weg zu ihrer Traumfigur zu helfen. Es ist als ob ich dafür gemacht wäre. 

Ich möchte nicht Lügen, die Selbstständigkeit hat auch negative Seiten. Man arbeitet hart um viel um sein Geld zu verdienen, aber wie oben im Sprichwort erwähnt, wenn es Spaß macht, ist es dann wirklich Arbeit? Und natürlich gibt es Tage an denen man mal eine Pause braucht und keine Lust hat zu arbeiten, aber in so einer Situation befindet sich wahrscheinlich jeder Angestellte viel öfters als ich. 

Jedenfalls ist die Essenz meines kleinen Lebensausschnittes hier, dass ich es geschafft habe mir meinen kleinen beruflichen Traum zu erfüllen und genau DU das auch kannst! 

Fass dir an den Kopf, atme tief durch und gewinne den Mut dazu im Leben das zu erreichen was du dir vom Leben wünscht! Die Welt hat nichts zu verschenken, aber sie ist durchaus gütig, denen gegenüber, welche bereit sind hart genug für diese Güte zu arbeiten. 

Das hier ist natürlich nicht nur auf die Karriere bezogen umsetzbar sondern in jeder erdenklichen Situation im Leben. Job, Beziehung, eine neue sportlichere Figur – egal was, wenn du es willst, hol es dir! 
Hiermit verabschiede ich mich für heute auch schon wieder, aber bevor ich jetzt meinen Laptop zu klappe und mit Paco noch die letzte Runde des Abends drehe, möchte ich allen danken die mich auf dem Weg zur Selbstständigkeit unterstützt haben und natürlich auch allen meinen bisherigen Kunden! Ihr seid klasse! 
Ich wünsche euch einen schönen Abend ❤